CrimeCave

Die Photogrammetrie-Cave als Werkzeug für die Erstellung von digitalen Rigs als Grundlage für Identitätsfeststellungen von Straftätern

Projektkenndaten

Zeitraum: 01.06.2025 - 31.11.2026

Fördervolumen: 211.740,49€

Gefördert durch: Sächsische Aufbaubank (SAB) (100770483)

PROFESSOREN/ BETREUER

  • Prof. Dr. rer. nat. Dirk Labudde, FG Forensik

Ziele und Arbeitspakete

Das Projekt zielt auf die Etablierung eines mobilen, photogrammetrischen Cave-Systems zur Täteridentifizierung in Tatvideos ab. Dieses System bietet eine innovative Methode zur Erfassung und Analyse von 3D-Menschmodellen, die in kriminaltechnischen Untersuchungen Anwendung finden soll. Durch die Portabilität der Cave wird ein flexibler Einsatz vor Ort ermöglicht, wodurch der Aufnahmeprozess erheblich optimiert und die Effizienz sowie Benutzerfreundlichkeit für Ermittlungsbehörden gesteigert werden. Bei erfolgreicher Implementierung könnte das Cave-System analog zum Fingerabdruck als Standardmethode in Polizeibehörden und Kriminalämtern eingesetzt werden. Dies würde eine flächendeckende Nutzung in der forensischen Arbeit erlauben und zur Verbesserung der Identifizierung von Tätern beitragen. Neben der technischen Entwicklung umfasst das Projekt auch die Bereitstellung von Dienstleistungen zur Unterstützung bei der Implementierung und Wartung des Systems sowie Schulungen für den praktischen Einsatz. Diese Angebote richten sich an Polizeibehörden, forensische Institutionen und Unternehmen, die an der Erstellung von 3D-Menschmodellen interessiert sind. Die Etablierung des Cave-Systems verspricht eine nachhaltige Verbesserung kriminaltechnischer Verfahren und bietet neue Möglichkeiten in der forensischen Analyse.

Abb. 1 Prototypische Aufbau der CrimeCave zur Erstellung von 3D-Menschmodellen

Prototypische Aufbau der CrimeCave zur Erstellung von 3D-Menschmodellen

Projektschritte

Projektschritte:

  1. Erstellung eines Lastenheftes
  2. Konzeptionierung der mobilen Cave
  3. Beschaffung der Komponenten der mobilen Cave
    • a. Fertigung der Komponenten
    • b. Montage der Module
  4. Aufnahmen mit statischer Cave, Drehtellersetup und Videomaterial
  5. Rig-Erstellung
  6. Validierung entsprechend der Validierungsparameter bestehender Forschungsergebnisse mittels der Rigs aus den Aufnahmen
  7. Erneuter Aufnahmezyklus + Rigerstellung + mit schwierigen Posen + Validierung
  8. Aufbau der mobilen Cave
  9. Erneuter Aufnahmezyklus + Rigerstellung + mit mobiler Variante + vergleichende Validierung zu stationärer Variante
  10. Einsatz in “Polizeilicher Umgebung”
  11. Schwachstellenanalyse und eventuelles Redesign bei erkannten Schwächen und Risiken
  12. Veröffentlichung und Übertrag
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